Lob von Sieger Martin Fuchs
Nach seinen bemerkenswerten Auftritten in London und Leipzig ging es für Victor Bettendorf Anfang Februar in Bordeaux mit dem Weltcup weiter. Und auch an der Garonne wusste der Luxemburger zu überzeugen. Mit Doha de Riverland und Encore toi du Linon am Start brauchte er mit seinen Pferden zwei Tage, um ein Topergebnis abzuliefern – dann aber gleich richtig! Im mit 165.000 Euro dotierten Grand Prix über 1,60 Meter mussten Bettendorf und Encore toi du Linon lediglich dem Schweizer Martin Fuchs und Conner Hei den Vortritt überlassen.
Doch der Reihe nach: mit der einzigen Zeit, die unter siebzig Sekunden (69,64“) gestoppte wurde, erreichte er mit sechs anderen Reiterinnen und Reitern das Stechen. Das erwähnte Paar aus der Schweiz war in jenem winzige fünfzehn Hundertstel schneller als Bettendorf und seine zwölfjährige Stute des „Selle Français“, die den Parcours in 34,46 Sekunden abschlossen und damit lange in Führung lagen. Dritter wurde der Deutsche Michael Jung auf Fischerheros (35,30“).
Bettendorf erhielt nach dem Turnier sogar ein ein Sonderlob von Sieger Fuchs: „Victor hat einen unglaublichen Parcours absolviert, sehr schnell vom ersten bis zum letzten Hindernis. Ich wusste, dass ich meinen Parcours mit Höchstgeschwindigkeit beginnen musste“ wurde der Schweizer in einer Pressemitteilung des „Jumping International de Bordeaux“ zitiert.
Zwischen Weltcup-Turnieren in Spanien
In Oliva im Südosten Spaniens absolvierte Victor Bettendorf zuvor von Mitte bis Ende Januar zahlreiche CSI 1*- und CSI 3*-Prüfungen im Rahmen der „Mediterranean Equestrian Tour“, kurz MET. Am 23.Januar feierte der 36-Jährige seinen ersten Sieg während diesem Turnierverlauf. Mit Encore toi du Linon behauptete er sich gleich im ersten 1,50er Wettbewerb der Veranstaltung, als er mit der zwölfjährigen Stute winzige vier Hundertstel schneller als der Belgier Jérôme Guery und Qartouche de la Pomme d’Or. Bettendorf kam auf eine Zeit von 60,40 Sekunden, Guery auf 60,44 Sekunden. Insgesamt war es in diesem Springen eine sehr enge Angelegenheit. Das dritte Paar, Jörne Sprehe aus Deutschland mit Toys, ritt in 60,56 Sekunden durch die Lichtschranke und auch die Vierte, Anna Power aus Großbritannien, hatte kaum eine halbe Sekunde Rückstand auf das Siegerpaar (60,89“).
Auch zum Abschluss der ersten Turnierwoche fand man den Springreiter aus dem Großherzogtum wieder auf dem obersten Treppchen – und das gleich zweimal. Mit Gedeon de la Roque sicherte er sich über 1,45 Meter die Bestzeit in einem weiteren Zweiphasenspringen (24,83“) vor den beiden Belgiern Bart Jay Junior Vandecasteele (Lotti Blue, 25,55“) und wiederum Jérôme Guery (Remus de Mariposa, 25,63“). Vor allem triumphierte die Nummer 64 der Welt aber im mit 57.000 Euro dotierten Grand Prix über 1,50 Meter. Ohne Abwurf in einer Zeit von 73,44 Sekunden mit Encore toi du Linon ins Stechen gekommen, für das sich nur drei Paare qualifizierten, ritt Bettendorf dort die schnellste fehlerfreie Zeit. Mit 38,86 Sekunden war er fast eine Sekunde schneller als der Italiener Lorenzo de Luca auf Calitiza (39,81“). Dritter wurde Jérôme Guery und Careca Ls Elite, dies mit einem Abwurf.
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