68,944 Prozent reichten nicht, um sich bei der WM für den „Spécial“ zu qualifizieren
Übersicht aller WM-Ergebnisse
Luxemburgs Dressurreiter Nicolas Wagner Ehlinger konnte bei der Weltmeisterschaft in Aachen nicht an seine außergewöhnlichen Ergebnisse aus dem Vorjahr im französischen Crozet anknüpfen. Das besondere Umfeld des Stadions in Aachen führte dazu, dass sein Hannoveraner Quater Back Junior etwas zu heiß war und bei manchen Übungen zu viel Spannung hatte, was am Ende zu viele Punkte kostete, um sich für den „Grand Prix Spécial“ zu qualifizieren. Anstatt 68,944 Prozent wären mehr als 70,714 nötig gewesen, um unter die besten dreißig zu kommen. So musste der Weltranglisten-67. sich mit Rang 40 zufrieden geben und war nach nur einer Prüfung ausgeschieden.
Wagner Ehlinger: „Mit siebzehn ist man sich bewusst, dass er nicht mehr ewig gehen kann“
„Man brauchte fast 71 Prozent um die Qualifikation für den Spécial zu schaffen. Durch die kleine Spannung, die durch die Atmosphäre aufkam, stand er zum Schluss nicht. Diese Energie bekam ich da nicht abgeschaltet. Eigentlich ist solche Energie aufgrund seines Alters als positiv einzuschätzen. Dass er mit siebzehn Jahren noch so frisch ist und noch so viel Energie vorweist spricht dafür, dass er noch länger laufen wird. Ab einem gewissen Alter fragt man sich dann schon, wie lange es noch geht und dann ist er doch wieder richtig gut in Form und man denkt, dass er vielleicht trotzdem noch zwei, drei Jahre dabei sein kann. Man wird emotional, ich arbeite ja bereits mit dem Pferd zusammen, seit es fünf Jahre alt war. Mit siebzehn ist man sich bewusst, dass er nicht mehr ewig gehen kann. Für sein Alter ist er aber noch wirklich frisch, der macht das noch eine Zeitlang. Ich habe mit diesem Pferd bereits so viele Höhepunkte erlebt“ schilderte Wagner Ehlinger seine Eindrücke am Mittwoch letzter Woche zur WM-Teilnahme.

Den Grand Prix gewann Cathrine Laudrup-Dufour auf Mount St. John Freestyle mit 82,376 Prozent vor Justin Verboomen mit Zonik Plus (80,885 %) und Charlotte Fry auf Glamourdale (80,311 %). Die Equipe von Gastgeber Deutschland holte Mannschaftsgold vor Großbritannien und Dänemark. Am vergangenen Freitag wurde die Britin Fry mit Glamourdale im Grand Prix Spécial Erste (82,295 %), Laudroup-Dufour (DK) und „Freestyle“ wurden dort Zweite, Rang drei war für die Deutsche Katharina Hemmer und Denoix (80,866 %). Am Samstagabend kam es in der Kür zu einer sehr engen Entscheidung: das Paar Fry-Glamourdale gewann mit sehr starken 91,907 Prozent knapp vor Laurdrup-Dufour und „Freestyle“ (91,236 %). Isabell Werth (D) und Wendy de Fonataine holten dort Bronze (88,650 %).
Dieser Artikel erscheint ebenfalls im „Lëtzebuerger Bauer“
