Pferde können den Winter besser aushalten als heiße Sommer. Bei Temperaturen zwischen -15 und +25 Grad fühlen sich Pferde wohl, ihr Stoffwechsel funktioniert in diesem Bereich am besten. Am wohlsten fühlen sich die Tiere bei einer Temperatur von um 5 Grad Celsius.
Pferde können und sollen falls möglich im Winter auch auf die Weide und Auslauf haben. Dazu müssen aber die Bedingungen des Untergrunds dies erlauben, der Gesundheit des Pferdes zuliebe. Wenn der Weg vom Stall zur Weide eisglatt ist, wie dies in den vergangenen Wochen in Luxemburg an einigen Tagen der Fall war, dann macht es wenig Sinn, da man das Pferd einem hohen Verletzungsrisiko aussetzt.
Pferde mit Hufeisen riskieren, dass sich Schneeklumpen unter den Hufen bilden, die u.U. so dick und fest werden, dass sie nicht mehr durch das Gewicht und die Kraft des Tieres platt gedrückt werden können. Dies erhöht die Verletzungsgefahr ebenfalls. Diesem als Aufstollen bekannten Problem kann durch sog. Hufgrip entgegengewirkt werden.
Dass man frisch geschorenen Pferden eine Decke überlegen sollte, dürfte sich von selbst verstehen. Sie sicherheitshalber zu lange in ihren Boxen zu lassen ist bei den Fluchttieren ebenfalls ein Risiko, da zu wenig Bewegung das Risiko einer Kolik erhöht.
Dieser Artikel erschien in einer nur geringfügig abgeänderten Version erstmals am 19.Januar 2024 in Wochenzeitung „De Lëtzebuerger Bauer“
