Neue Bestimmungen sollen das Pferdewohl stärken
Wie mehrere Reitsportportale seit Mitte Mai berichteten, haben die „World Breeding Federation for Sport Horses“ (WBFSH) und der internationale Reitsportverband FEI neue Reglungen für die Weltmeisterschaften junger Springpferde beschlossen, die das Wohl der Tiere stärken sollen.
Konkret geht es um Mindestanforderungen der Qualität sowie Neuerungen im Richtverfahren bei Prüfungen für Jungtiere. Mit den erstgenannten neuen Qualitätsanforderungen möchte man erreichen, dass keine Tiere an Wettbewerben teilnehmen, die nicht gut genug vorbereitet sind. Ob dies zutrifft oder nicht wurde in sog. „Minimum Eligibility Requirements“ (kurz MERs) definiert (s.u.).
Ziele dieser Kriterien sind ein einheitlicher und transparenter Qualifikationsweg. Bei fünfjährigen Springpferden versucht man zudem den Zeitdruck zu senken, um „eine korrekte, pädagogisch wertvolle Reitweise zu fördern“, so das Portal ehorses.de. Es wird dafür eine Idealzeit und keine gestoppte Zeit bewertet. Mit dieser Regelung soll die Entwicklung junger Tiere besser unterstützt werden.
Die nationalen Verbände zeichnen für die Umsetzung und das Einhalten der neuen Regeln verantwortlich. Es geht letztens laut spring-reiter.de darum, „die Zukunft des Sports zu sichern, indem die Wettkampfstrukturen an die Bedürfnisse junger Pferde angepasst werden, während gleichzeitig die hohen sportlichen Standards der Meisterschaften gewahrt bleiben“. Details findet man auch auf der Website wbfsh.com.
Die „Minimum Eligibility Requirements“
- Fünfjährige Springpferde: drei fehlerfreie Runden bei min. 1,15 Meter
- Sechsjährige Springpferde: drei fehlerfreie Runden bei min. 1,25 Meter
- Siebenjährige Springpferde: drei fehlerfreie Runden bei min. 1,35 Meter
–
Dieser Artikel erschien ebenfalls im „Lëtzebuerger Bauer“
