Internationales Turnier ausgesetzt, nationale Turniere finden statt
Am Montag, den 12.Januar luden die Veranstalter der „Réiser Päerdsdeeg“ zu einer Pressekonferenz nach Hesperingen, in dem nähere Details zum Übergangsturnier in Roeser mitgeteilt wurden.
Die 33.Ausgabe der „Réiser Päerdsdeeg“ wurde von 2026 auf 2027 verlegt, dies im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Veranstaltung. Der Grund für diese Verschiebung liegt in einem umfassenden Umbau der Anlage auf dem Herchesfeld in der Gemeinde Roeser, der das Gelände sowohl ökologischer als auch widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen machen soll. Damit wird die „Ersatzausgabe“ von 2026 ebenfalls einen anderen Namen erhalten.
In den vergangenen Jahren kam es insbesondere im Bereich der Parkplätze und der dort errichteten Pferdeboxen wiederholt zu Überschwemmungen infolge starker Sommerniederschläge. Dieser Bereich soll im Rahmen des Projekts grundlegend neu gestaltet werden, um auch künftig optimale
Bedingungen für das Wohl der Pferde zu gewährleisten.
„Wir sind schon lange am Diskutieren, wie wir das Gelände ökologisch aber auch für den Sport in Ordnung bringen können“ erklärte François Thiry in seiner Funktion als Vorsitzender des Organisationsvorstandes. Die Umweltaspekte hatten bereits in den vergangenen Jahren in Roeser ihre Wichtigkeit und man ist eines der umweltfreundlichsten Events in Luxemburg überhaupt. Diese Anstrengungen sollen in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.
In diesem Kontext soll das Gefälle des Hauptreitplatzes auch angepasst werden, um den Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren. „Der Hauptplatz soll mit einem Ebbe-Flut-System ausgestattet werden“ erklärte Thiry. „Durch dieses kann das Wasser immer wiederverwendet werden. Das hat den Vorteil, dass wir kein Drittwasser verbrauchen, das von Außen kommt.“

„Aus sportlicher Sicht wurden wir auch immer häufiger gefragt, dass der Platz gerade und ohne Gefälle sein soll. Daran kommen wir nicht vorbei, da wir mit der Idee spielen, das Turnier in Zukunft weiterzuentwickeln und qualitativ gute Reiter nach Roeser bekommen wollen.“ Dabei spielen laut Thiry Konkurrenzturniere eine Rolle, gegenüber denen man sich positionieren müsse.
Mit diesen Investitionen wollen die Organisatoren die „Réiser Päerdsdeeg“ langfristig sichern und weiterentwickeln. Ziel ist es, ein Reitsportevent zu schaffen, das auch in den kommenden Jahrzehnten bestehen kann. Dabei steht auch das Tierwohl im Vordergrund, für das u.a. genügend Wiesen für den Auslauf der Pferde zur Verfügung stehen müssen.
2027 soll es wieder mit einem internationalen Turnier weitergehen. Thiry: „Es ist nur eine kleine internationale Pause. National lassen wir zwei Turniere bestehen.“ An einem Wochenende wird in diesem Jahr für den Nachwuchs ein WBO-Turnier stattfinden, solche junge Kategorien waren noch nie zuvor in Roeser zu Gast. Am zweiten Wochenende werden Springen von den Kategorien L bis S angeboten. Stattfinden werden beide Turniere an den Wochenenden des 7. und 14.Juni.
