Rückblick aus Luxemburger Sicht auf das internationale Reitsportjahr 2025
Springen
Nicht nur Springreiter Victor Bettendorf war 2025 viel unterwegs, auch sein Bruder Basile sowie Odile Gierech tourten zeitweise quer durch Europa. In den Wintermonaten standen wie stets Turniere in südlichen, wärmeren Gefilden im Fokus. In Valencia sicherte sich Luxemburgs bester Springreiter Ende Januar und Anfang Februar 2025 so z.B. zahlreiche Siege bei einem CSI 4*-Turnier. Im gleichen Zeitraum wurde er in die Mannschaft „Madrid in Motion“ aufgenommen während Odile Gierech sich Siege in Vejer de la Frontera sicherte.
Ende März gewann Victor Bettendorf dann mit Cancun Torel den „Prix de la Ville de Paris“ im Rahmen des „Saut Hermès“ (CSI 5), einen Monat später stand eine weitere Top-10-Platzierung beim Fünf-Sterne-Turnier in Fontainebleau (F) zu Buche. In Shanghai beendete er später ein 1,55er Springen der Global Champions Tour mit „Cancun“ als Dritter. Kaum zurück in Europa gelang ihm in Bourg-en-Bresse (F) ein Doppelerfolg: mit Doha de Riverland über 1,50 Meter in einem CSI 4-Wettbewerb und auf Simolo de la Roque über 1,40 Meter (CSI 2*).
Drei Platzierungen unter den Top 10 bei der „Royal Windsor Horse Show“ für die aktuelle Nummer 79 der Welt galt es ebenfalls hervorzuheben. Ende Mai klassierte sich dann Odile Gierech mit Ignis du Seigneur als Fünfte eines CSI 4-Springens über 1,45 Meter in Cantelu (F). Zuvor hatte sie auf Addicted an gleicher Stelle das Finale der Siebenjährigen für sich entschieden. Anfang Juni verbuchte sie auf Kiss Me einen 3.Rang eines CSI 4-Grand Prix über 1,45 Meter in Cabourg (F) für sich und gewann auch dort das Finale der Siebenjährigen.
Bei den „Réiser Päerdsdeeg“ wurde Gierech gar als beste Reiterin des ersten Turnierwochenendes ausgezeichnet. Sie wurde im 1,55er Springen zudem Vierte im Stechen. Den Gesamtsieg in den für das Longines Ranking zählenden Prüfungen sicherte sich in Roeser Sofian Misraoui aus Frankreich.
Mitte Juni holte Victor Bettendorf in St.Tropez auf Cancun Torel den Sieg in einem Springen über 1,55 Meter im Rahmen eines Turniers der „Global Champions Tour“. Yola Schartz vertrat Luxemburg bei der EM der Junioren in Riesenbeck. Nach den Sommerferien, im September, überzeugte Victor Bettendorf wiederum mit diversen Siegen in u.a. Deauville (F), Münster (D), Lier (B) und St. Tropez (F) während Odile Gierech in Brüssel im Rahmen eines CSIO 5*-Turniers eine Top-10-Platzierung herausreiten konnte. Victor Bettendorf wiederum hatte nach dem Stopp der Global Champions Tour in Wien zwei weitere Top-10-Platzierungen auf seinem Konto.
Es folgte der Halt dieser Tour in Rom, wo der 36-jährige Luxemburger ein Zeitspringen über 1,50 Meter gewinnen konnte. Nach zwei 2.Plätzen Ende des Jahres in Valencia (CSI 4*) und weiteren guten Ergebnissen in Rouen kam es kurz vor Weihnachten zum Highlight in London, wo Victor Bettendorf gleich drei Prüfungen sowie den Preis des „Leader Rider“ gewann.
Dressur
Fie Christine Skarsoe kam beim CDI 5*-Einladungsturnier in Doha auf Imperador Dos Cedros zweimal unter die besten zehn, etwas das ihrem Kollegen Nicolas Wagner Ehlinger und Quater Back Junior auch im Rahmen eines Vier-Sterne-Turniers in Lier gelang. Ende April war der zweimalige Olympia-Teilnehmer mit seinem Hannoveraner auf Platz 2 im Grand Prix eines CDI 3*-Turniers in St. Truiden (B) zu finden. In der folgenden Kür sicherte er sich den Sieg. Beim Aachener CHIO kam Skarsoe Anfang Juli in der Kür ihrer Klasse auf Platz 7, Decruyenaere Haupert wurde bei den Junioren Zehnte in der Einzelwertung.
Fie Christine Skarsoe überzeugte Anfang Mai in Mannheim mit Platz 2 eines CDI 4*-Dressurevents, dies sowohl im Grand Prix als auch in der Kür. Wenige Wochen später schaffte sie es beim Weltcup-Turnier in Mariakalnok (H) sowohl im Grand Prix als auch in der Kür wieder auf das Podium. Amélie Decruyenaere Haupert wurde in Aachen bei Junioren-Wettbewerben auf Finaud zweimal Zweite. Eine Dressurveranstaltung in Jardy im Juni wurde von etlichen Luxemburger Nachwuchsreitern dominiert. Im Juli konnten sich die Dressurreiterinnen Lena Wolf und Jamier-Lee Lange über eine Teilnahme an der Dressur-EM in Kornberg (D) freuen. In Le Mans (F) kam Charlie Von Roesgen bei der „Children“-EM ins Finale, wo sie gute Zehnte wurde. Mit einem 8.Rang bei den Ponys wusste auch Téo Rouyr dort zu überzeugen.
Mitte August brachten sich Wagner Ehlinger und „Quater Back“ mit einem Sieg im Grand Prix sowie einem 2.Platz in der Kür in Zürich in EM-Form. Jene Europameisterschaft hätte eigentlich schon einen eigenen Rückblick verdient: beide Luxemburger, Fie Christine Skarsoe und Nicolas Wagner Ehlinger, erreichten die 2.Runde. Wagner Ehlinger und Quater Back Junior sollten es sogar als erstes luxemburgisches Paar überhaupt in das Finale, die Kür, schaffen, wo am Ende der starke 18.Platz zu Buche stand. Nach der EM kam Skarsoe Ende September beim Weltcup-Turnier in Radzionkow in Polen zu einem Doppelsieg in Grand Prix und Kür. Auch in Lyon ging es Ende Oktober um Weltcup-Punkte, dies wieder für Skarsoe, Platz 8 in der Kür war dort das herausragende Ergebnis.
Weitere Disziplinen
Anfang Mai 2025 gewann Voltigierer Philipp Bäcker im belgischen Lier eine CVI 1*-IS1M-Prüfung. Mitte Juli sicherte sich Distanzreiter Julien van Cauter in Wimmenau (F) mit Mansoor de Navarre den Sieg in einem Rennen über 120 Kilometer.
Die Europameisterschaft im Fahren ging Anfang September mit zwei Medaillen für Luxemburg zu Ende: Marie Schiltz und Frodo holten im Einzel Bronze und die Luxemburger Mannschaft konnte sich in Lähden (D) sogar über Silver freuen.
